Ins Grübeln gekommen
Von Isaac Newton, über den Hang zur Entspannung, bis ins Callcenter der KI.

Ego cogito, ergo sum.
Descartes’ Selbsteinschätzung folgend, gelange ich zu der Erkenntnis, noch am Leben teilzuhaben. Oder zumindest der Hoffnung nachzuhängen, das eigene Leben selbstständig in geordneten Bahnen zu halten. Immerhin etwas. Denn in der heutigen Zeit, ehe du dich versiehst, hat dir jemand das Ruder des Handelns aus deiner Hand genommen, und fortan darfst du nur noch wehmütig verfolgen, wann und wo der Anker der fremdgesteuerten »Wahrheiten und Lösungen« über Bord geworfen wird.
Zunehmend aus der Mode gekommen scheint das intensive, meist einsame Grübeln über jene stattliche Ansammlung ungelöster Fragen und Probleme, die man früher noch ehrfürchtig Denken nannte und heute wahlweise als Zeitverschwendung diffamiert. Kein Kratzen am Hinterkopf mehr, keine Rauchzeichen aus den Ohrmuscheln, erst recht keine Schweißtropfen auf der Stirn. All das kann vermieden werden, indem man ein paar präzise formulierte Befehle an die nimmermüde KI-Tankstelle richtet. Sekunden später wird die vermeintliche Lösung abgespeichert, begleitet von selbstzufriedener Weihrauchschwenkerei.
Eine schmerzhafte Landung auf der eigenen Nase gilt bei diesem Verfahren offenbar als statistisch vernachlässigbar.
Zwangsläufig stellt sich mir nun die Frage – da ich die Erfahrung der blutigen Nase nicht ausschließen möchte –, wie jemand wie Newton das doch recht komplexe Thema Gravitation angegangen ist. Gänzlich ohne KI? Tendenziell neige ich zu einem gespaltenen Ja, was nichts anderes heißt, als dass der wissbegierige Engländer auf dieses ominöse „K“ völlig verzichtete und ausschließlich seiner eigenen Intelligenz vertraute. Dabei kam ihm zugute, des Lesens und Schreibens mächtig zu sein – Fähigkeiten, die heutzutage auch nicht jedem Besserwisser zu attestieren sind.
Das Studium der Erkenntnisse und Vermutungen anderer Grübler – Aristoteles, al-Khazini, Kopernikus, Kepler – bereitete ihm sicher einen erleichterten Einstieg. Es führte letztlich zu dem schlichten, wenn auch folgenreichen Resultat, dass der freie Fall aus dem dritten Stock höchstwahrscheinlich nicht im sanften Gleitflug endet.
Dass ein schnauzbärtiger Ulmer Physiker gut ein Jahrhundert später das Ding mit der Gravitation dann gewaltig verkomplizierte, schmälert Newtons Leistung keineswegs. Albert Einstein, dem man ebenfalls eine ansehnliche Portion natürlicher Intelligenz zuschreibt (und der folglich auf die künstliche verzichten konnte), bediente sich während seiner Grübeleien viel lieber aus der Schatulle, die stets in seiner körperlichen Nähe lag. Besser bekannt ist jene „Schatulle“ als Mileva Marić – Mathematikerin, Physikerin und Einsteins Ehefrau. Keine sonderlich gute Figur gab der spätere Nobelpreisträger ab, als er nach der Veröffentlichung seiner Gehirntüftelei zu erwähnen vergaß, wem er es zu verdanken hatte, dass so mancher „drückende Schuh“ erst durch das Wissen seiner (inzwischen Ex-)Frau passend gemacht wurde.
Mir fällt gerade noch ein Beispiel ein, wie gänzlich eigenes Wissen und Erfahrungen zu Anerkennung und Zufriedenheit führen können, ohne die KI vorab um Ratschläge bezüglich der Vorgehensweise zu befragen. Ganz zur Jahreszeit passend, spielte die Szene am Rande einer jener berühmt-berüchtigten vorweihnachtlichen Feiern, die meist erst dann erträglich wird, wenn der verkonsumierte Alkohol die innere Steifheit aus den Knochen treibt. Das Drehbuch sah die folgende Szenerie vor: einen typisch für solche Anlässe bestückten Kneipentisch, drei mäßig bequeme Stühle, besetzt von mir, meinem besten Freund und dessen Ehefrau.
Mitten im Aufbrühen alter Erinnerungen überkam meinen Kumpel das nicht länger aufschiebbare Verlangen, seiner Angetrauten eines jener Komplimente zu überreichen, von denen ich bis dato nicht wusste, dass sie als solche gelten können. Dies mag auch der Grund sein, warum ich mich – obwohl seit jenem Abend Jahre ins Land gezogen sind – noch Wort für Wort an die Botschaft erinnere. Sie lautete: „Ach, mein Schatz, du hast zwar Hängetitten und einen dicken Arsch – fickst aber wie ein junger Gott.“
Darauf folgte, wie im Drehbuch vorgesehen, das große Schweigen. Es ermöglichte mir, die Fragezeichen zu sortieren, die vor meinem geistigen Auge tanzten. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass es sich bei dem Großmeister der Komplimentkunst nicht nur um meinen besten Freund, sondern auch um meinen Hausarzt handelt. Wie kann einem Mediziner der Fauxpas unterlaufen, sich in der geschlechtsspezifischen Zuordnung so daneben zu liegen? Um sicherzugehen, riskierte ich einen prüfenden Blick auf die Dame mit dem, wie behauptet, erschlaffenden Bindegewebe. Meine Einschätzung: eindeutig weiblich. Also durchbrach ich das Schweigen und klärte den Mann mit der eklatanten Grammatikschwäche auf: „Ich bin fest davon überzeugt, hier wäre der Vergleich mit einer Göttin angebrachter gewesen.“
Statt sein Kompliment zu korrigieren, lächelte mich der Angesprochene nur an und sagte: „Macht nichts. Sie weiß, wie es gemeint war.“ Und damit lag er keinesfalls daneben. Denn unübersehbar strahlte die Herzdame ihren Gatten an. Ganz im Gegensatz zu mir wusste sie den Spruch exakt dort einzuordnen, wo er hingehörte: ummantelt von Stolz und Zufriedenheit, tief im Herzen. Trotz dieser Entwicklung konnte ich mich nicht von der Gewissheit befreien: Hätte ich dieses „Kompliment“ meiner Frau überreicht, würde sie mich wohl mit einem gezielten Hieb in ein tiefes Koma versetzen.
Nicht wegen der geschlechtsspezifischen Zuordnung im göttlichen Bereich, sondern wegen der verwendeten Verben, die in diesem Satz Unterschlupf fanden. Für die „Hängetitten“ wäre ich vielleicht mit einem blauen Auge davongekommen. Der „dicke Arsch“ zöge eine längere Behandlung beim Zahnarzt nach sich. Doch erst mit dem „Ficken“ stünde mir unter Garantie die Bewusstlosigkeit ins Haus. Jede Entschuldigung käme zu spät. „Wenn du das, was ich Liebemachen nenne, als Ficken bezeichnest, dann such dir gefälligst jemanden, der sich mit der Materie auskennt.“
Welche Materie? Wenn man sich die Mühe macht und dieses Verb aus dem Hoheitsgebiet des Vulgarismus etwas genauer auf seine Einsatzmöglichkeiten hin untersucht, ist die Ratlosigkeit nicht weit. Was genau steht beim „Ficken“ an? Eine sportliche Betätigung mit Fokus auf alle beteiligten Geschlechtsteile? Oder liegt das Augenmerk exklusiv auf dem menschlichen Knie – links oder rechts, egal? Oder belassen wir es beim Schikanieren und Betrügen? Vielleicht tummeln wir uns auch bereits im Perfekt, und mich hat schon jemand richtig mies „gefickt“? Einen klaren Ursprung für dieses vielseitige Verb auszumachen, ist nahezu unmöglich. Die einen behaupten, es käme von Reiben, Jucken oder Kratzen; andere bestehen darauf, das Adjektiv fickerig (unruhig, zitterig) sei der eigentliche Geburtshelfer – so weit vom Liebemachen ist man dann doch nicht entfernt.
Was das Vögeln angeht, da bin ich nun ein echter Fachmann und habe mir diesbezüglich auch ein Meinungsbild angefertigt, an dem jeder weitere Pinselstrich überflüssig wäre. Was also erhob mich in den Expertenstatus mit Besserwisserqualitäten? Es sind die alltäglichen Fallstudien direkt vor meiner Haustür, wenn Hugo, unser nimmermüder Hahn, jede sich bietende Gelegenheit wahrnimmt, seine Hennen zu vögeln. Ob am Morgen, in der Mittagssonne oder noch kurz vor dem Aufstieg auf die Schlafstangen – zuerst wird kurz mit den Füßen gescharrt, meist sich einmal um die eigene Achse gedreht und anschließend wird die Henne malträtiert. Anders kann der Vorgang eigentlich nicht beschrieben werden.

Wer mir also erzählt, er habe gerade jemanden „gevögelt“, der leitet meine Gedanken unweigerlich zu der Person, die diese kurze, ruppige Prozedur über sich ergehen lassen musste. Der Mann drückt die Frau von hinten auf den mit einer Million bestückten Flokatiteppich am Boden (Matratze oder den Küchentisch), verbeißt sich in ihren Nacken und macht sich zu allem Überfluss zum Volldeppen. Ganz einfach, weil die ganze Aktion nach wenigen Sekunden vorbei ist – ihn aber dermaßen erschöpft, dass der Abstieg unkontrolliert im Slapstick endet. Mein Ratschlag an alle, die dem „Vögeln“ frönen: Haltet einfach die Klappe. Nicht jeder muss wissen, welcher rabiate Tollpatsch sich da gerade ungefragt um Kopf und Kragen redet.
Mir fällt gerade auf, wie ich mit ein paar Worten den Bogen von Isaac Newton zu den weiblichen Brüsten mit Hang zur Entspannung zurren konnte. Da allerdings das Thema Gravitation hier keine ganz unwichtige Rolle spielt, kann ich zumindest davon ausgehen, als Reaktion nicht jene Bemerkung entgegennehmen zu müssen, wie sie mein ehemaliger Deutschlehrer stets für meine in Worte gefassten Geistesblitze parat hatte: »Jede Menge bla-bla und Lichtjahre am Thema vorbei. Tauche unter, du Flasche.«
Der engagierte Pädagoge findet nun mal immer die richtigen Worte.
Ich jedenfalls klopfe nun, im Anschluss an die Überarbeitung meines Gedankensalats, bei der KI an und frage, was ihr zum Ficken und Vögeln so einfällt. Man muss schließlich mit der Zeit gehen – oder sie sich zumindest von Maschinen erklären lassen.
Bleibt gesund und nähert euch behutsam, aber erwartungsfroh, dem neuen Jahr.
P. S.: Erhellendes zum Thema Vulgarismus in Bezug auf den Geschlechtsverkehr, hat mir das Ding mit der künstlichen Intelligenz nicht liefern können. Ich vermute, dass dieses Manko mit der fehlenden, eigenen Erfahrung zu erklären ist. Aber, und dies hat mich dann doch verblüfft, wer immer auch für das Eintippen der Antworten im KI-Callcenter Verantwortung trägt, lässt sich nur, mit viel Geduld von meiner Seite her, aus der Ruhe bringen. Entweder wurde er oder sie mit der Extraportion Freundlichkeit gefüttert oder hat stets die Packung Valium in Reichweite. So gelassen wie an dieser Adresse, geht im wahren Leben niemand mit meinem nervigen Geschwätz um.
(Es sollte nicht unerwähnt bleiben,)

:-) Des sind ja alles nur Sprachmodelle, nichts von Intelligenz zu sehen. Ein Werkzeug, keine Wundermaschiene. Ich baue solche Werkzeuge inzwischen sogar Selbst, mit der KI zusammen.
Früher oder Später, "brauche" ich keine KI mehr als Anfänger für das Programmieren mehr.
Sie ist mein bester Lehrmeister, ewig Geduldig!
Übrigens, im Zweifel, ganz Autark. Solange ich einen Stromanschluss habe, kann die Welt sich auf viel Gefasst machen.^^
Ich habe übrigens eine Anektdote aufgeschrieben, wie man das alles auch betrachten könnte, ganz ohne die KI zu fragen, einfach nach Alu Gusto Manier. Ist auch nicht so viel Text. :-)
Ich wünsche dir einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr, bevor man sich hier vielleicht wieder mal liest.
Sascha
Hallo Sascha,
trotz deines unerbittlichen Kampfes mit und gegen die Regeln der Grammatik, befindest du dich stets im Finale der Reaktionen, die den Pudel am Schwanz grapschen oder zumindest dem Spatz die Wahrheit aus dem Hals würgen.
Wir (du und ich) rutschen nicht, denn wir gleiten ins neue Jahr und überraschen den Neuankömmling damit, dass wir ihm unablässig auf die Finger schauen. Andernfalls kehrt Langeweile ein, die weder du noch ich ertragen können,
Ja meine Echtschreibung, lässt zu Wünschen übrig. Darüber habe ich auch schon meine Frieden gemacht.^^ Stelle dir nur mal vor, was ich alles nicht getan hätte, all die Jahre, würde ich mich daran aufhängen.^^
So ganz ist es ja nicht, mit dem "nur" Reagieren, nicht wahr?^^
Inzwischen Agiere ich eher und hole ab, was hinter mir zu liegen scheint, zumindest versuche ich das. Auch mit so Spitzfindigen Worten, die mir immer noch ein bisschen zu Leicht über die Lippen, in dem Fall hier die Tasten fallen können.
Spatzen sollte man nicht quetschen! Die gehen so leicht Kaputt! :-) Außerdem, gefallen mir die Kohlmeischen viel Besser.
Die sind Leiser, Intelligenter und sehr Hüpsch (hier kein Echtschreibfehler) anzusehen. :-)
Ich wünsche dir entsprechend dem Nichtrutschen, also ein angenehmes Gleiten! Ich befürchte nur bei mir, würde es doch nur wieder in einem Rutschen enden, deswegen versuche ich es (noch) garnicht erst damit.
Möge das neue Jahr dir genauso viel Freude im Vorraus bereiten, wie ich schon in mir Trage.
LG
Sascha
Edit, das mit der Echtschreibung überall anzufordern, nennen wir übrigens Gatekeeping.
Das wäre, als würden mir Programmierer verbieten wollen, Programme zu schreiben, weil ich nicht deren Sprache sprechen kann.
:-)
Aber ich schreibe, sowohl, als auch, dennoch.
Andere, sind da nicht so Stur und Lebensfest wie ich. Vielleicht, tötet man damit Potential. ;-)
EDITS Schwester:
Und wenn wir schon dabei sind, die Spatzen zu Quälen.
Ich habe auch was zu sagen, nach all den Versuchen, deine Texte zu konsumieren, fällt es mir als "einfacher" Geist, enorm Schwer, einen Lesefluss bei dir aufzubauen, den ich als Angenehm empfinde.
Schwer zum Kontrast für den dann doch eher hochstechenden Inhalt, welcher theoretisch, auch ein bisschen Leichter daherkommen könnte.
Sozusagen, bin ich ein Freund einfacher, verständlicher Sprache, weil ich garnicht anders kann.
Ich bin mir Sicher, das Du wiederum, mit all dem Wissen das Du über Worte und Schriften, Texte, Geschichten und allem drum herum hast, viel Leichter Texte für Einfacher Denkende Menschen schreiben könntest, als ich zum Bleistift.
Ich würde mich über so einen Text von dir sehr Freuen, also das, was Du sowieso zu sagen hättest, mal in die "Einfache" Sprache zu übersetzen.
Vielleicht, findest Du dort auch ein paar mehr Leser, für die Durchaus auch sehr Interessanten Zwischeninhalte und Botschaften, die Du mit deinen Worten sendest. :-)
Ist das "konstruktive" Kritik gewesen?
Edits Schwester, deren Mutter, also Mutter Edit sagt:
Ich widerum, mache mir die Mühe, einen Text über Sprachmodelle, an dem ich seit sehr sehr Langer Zeit schon arbeite so zu Verfassen, das Du ihn vielleicht gerne Lesen wollen würdest und würde mich dann auch darüber Freuen, wenn Du die Zeit und Muße dazu findest. Ich striegele den, putze ihn heraus und verfeinere ihn nach allen Regeln der mir umsetzbaren Kunst.
Ist das ein Vorschlag?
Ich habe übrigens Dir alleine zu verdanken, das ich so viele "Blöcke" schreibe und nicht mehr alle Sätze so hart Einzeln stehen lasse. Das hat sich also minimal was Entwickelt. Immerhin! :-)
Aus meiner heutigen Sicht, währest Du ein Meisterlehrer, der uns das Schreiben besser beibringen könnte, als es jede KI je könnte.
Sascha in Hochform!
Ob Edit in persona, die Brieffreundin von Edit oder gar Marianne aus der Nachbarschaft – die wortgewaltige Reaktion wurde (gänzlich ohne störende Beilagen) vom ersten bis zum abschließenden Satzzeichen konsumiert. Was wiederum als handfester Beweis gelten kann, mich nicht der Ignoranz an den Hals geworfen und gleichzeitig dem Lesen einen Platz in der Abstellkammer zugewiesen zu haben. Beste Voraussetzungen somit, geschliffene, genagelte oder behutsam manipulierte Texte von dir zu inhalieren. Was meine von dir so empfundene Unfähigkeit betrifft, mich in schriftlicher Form Geschichten aus dem Alltag in nachvollziehbarer Form zuzuwenden, kann ich mit einer Kostprobe gegensteuern, die beweisen könnte, dass es auch vollkommen unkompliziert funktioniert. Hier der ungeschwärzte Beweis.
Ja, in Hochform auf dem Zahnfleisch laufend! :-)
Die Edit und ihre ganze Familie, kann man bei mir ja schon als eine Art Tradition betrachten. Deswegen ehrt es mich und den Haufen Weiber, das sich der Meister der Schriften, zumindest in meiner kleinen Wahrnehmungswelt so geblieben, den ganzen gut gemeintem Senf vom Jüngling reingezogen zu haben scheint. Trotz aller offensichtlicher Unverdaulichkeit im Aussehen der Worte.
Was man vielleicht noch in den falschen Hals bekommen hätte können, war sicherlich nicht, hier dem wirklich als Meister der Schriften empfundenem, eine Unfähigkeit zu unterstellen. Welches mir nach der biologiesprachmodellberechneter Wahrscheinlich, auch der enstprechende Text gleich offenbart, welchem man sich aber erst am nächsten Tag, mit neuer Kraft und frisch geputzten spitzen Zähnen, wie einen guten Wein, am Vormittag zu Gemüte führen wird.
Nur um dann Nachmittags, schon irgendwie wieder, völlig aufgelöst vom gutem Konsum, in Arbeitswut zu verfallen, um der versprochenen Worte, auch entsprechend mit Liebe und Bedacht nachzuliefern.
Applaus schon mal im Vorraus. :-)
Liebe Grüße. Diese Standartfloskel, trotzdem nie wirklich so einfach dahingesagt, vom Sascha.
Das ist wahres Futter für den kroatischen Tintenkritzler. 🤔
Ich benötige Zeit, um dafür Platz in meinem Hinterstübchen freizuschaufeln.
Ich habe mich Selbst Programmiert, wenn man so Möchte. ;-)
Der Eiweißcomputer, ist keine Phantasie. Der Denk-O-Mat.
Das mir gegebene Sprachmodell, ist Hochtrainiert.
Auf Effizienz zur Weitervermittlung der mir priorisierten Datenmassen und auch auf eine potentielle hohe Schlüsselwahrscheinlichkeit, deren gleichen neue Türen in Kombination zu finden.
Auf Deutsch:
Ich kann das auch, das keiner mehr mitkommt.^^ Ist aber nicht so Schön. :-) Wir wollen uns ja gegenseitig keine Zeit rauben. Zumindest ich niemandem.
Dafür, bleibt mir viel zu wenig.
Siehe, Vergangenheit und Zahnfleischanekdote.
Salve
Alucian
(Ich schreibe dir einen langen Brief, denn für einen Kurzen, habe ich keine Zeit) ;-)
Edit:
Ich habe 10 Euro Übrig für heute, das ist, als wäre ich Reich.
Den Text hatte ich mir anders Vorgestellt zu lesen heute morgen.^^
Oder dessen Zugang nichtmal hinterfragt.
LG
Edit:
Aber Danke, das ich jetzt mehr Zeit habe, als Gedacht. Ich habe was zu Arbeiten heute. Auch hier, empfehle ich entsprechende Überschriften zu Lesen, um vielleicht Neugierig auf den Inhalt zu werden, bei aller Härte ihn zu Lesen. Übrigens... Gratiswahre, die komplette Person, bis hin zur Verlächerlichung der Verausgabung.
Sascha
in Höchstform
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Ich habe ihn erst heute gelesen – aber manche Texte sind ohnehin nicht fürs Sofort, sondern fürs Nachhallen.😊
Dein Text ist für mich weniger „ins Grübeln gekommen“ als Grübeln in voller Ausführung – inklusive Abschweifen, Rückkehr, Seitengängen, Reibung. Und genau darin liegt seine Stärke: Er beweist, was er verteidigt.
Dieses Unbehagen gegenüber „fremdgesteuerten Wahrheiten“ kann ich gut nachvollziehen. Nicht weil KI grundsätzlich gefährlich wäre, sondern weil sie so leicht zur Abkürzung wird – und Abkürzungen verändern, was wir noch für zumutbar halten: Zweifel, Umwege, blutige Nasen.
Was mich besonders angesprochen hat: Dein Sprung von Gravitation zur Sprache. Denn am Ende geht es in beiden Fällen um Kräfte, die wirken, auch wenn man sie nicht sieht. Und Wörter sind eben nicht neutral – sie tragen Milieu, Körper, Macht, Beziehung. Da wird aus einem „Verb“ schnell ein sozialer Sprengsatz.
Dein Bild vom KI-Callcenter ist ebenfalls großartig: freundlich, gelassen, nahezu unerschütterlich – und gerade dadurch irgendwie „unmenschlich“. Vielleicht ist das die eigentliche Differenz: Sie kann Muster liefern, Kontexte sortieren, Vorschläge machen. Aber sie kann weder Risiko noch Scham noch Stolz kennen – also nichts von dem, was Denken beim Menschen oft erst teuer macht.
Danke für diesen Gedankensalat. Er ist nahrhaft. Und ja: Newton hätte vermutlich trotzdem gekratzt, geschwitzt und geflucht – nicht gepromptet. 😉
Um prompte Antworten zu erhalten, hat man (wenn ich es recht interpretiere) beim Wechsel ins 20. Jahrhundert es nicht wirklich mit Befehlen oder Wünschen versucht, sondern hat, wie am Beispiel Nikola Tesla bestens zu verfolgen, die personalisierte Intelligenz gerupft und ausgenommen wie eine Weihnachtsgans, die im Anschluss einigen »Erfindern« köstlich mundete. So könnte man den introvertierten Balkanesen getrost als einen der ersten KI-Betreiber zur Jahrhundertwende bezeichnen. 😎
Das ist ein großartiger (und bitterer) Vergleich 😌. Ja, für prompte Antworten brauchte es lange keine Maschinen, sondern nur jemanden, dessen Intelligenz sich personalisieren, anzapfen und im Zweifel unsichtbar machen ließ. Bitter daran ist weniger die Technik als das Muster: Output wird gefeiert – und der, der ihn liefert, wird zur Fußnote. Und genau da sind wir wieder: Nicht der Output entscheidet, sondern die Deutung – wer gilt als Genie und wer als Zulieferer? Und manchmal auch: der, der ihn liefert, wird zur Weihnachtsgans 😉.
Bezüglich dieser verwerflichen Unart des geistigen Diebstahls, sind bei mir (was meinen Bestand an Wiederverwertbarem betrifft) alle Synapsen auf Entspannung gestellt. Denn bei mir stellt sich bereits ein Anflug von Stolz ein, wenn ich das Prinzip des Wechselstroms kapiert habe. Dass Schien- und Wadenbein das Gehen erheblich vereinfachen, ist mir allerdings erst so richtig bewusst geworden, als sich ein glatter Bruch der beiden Stabilisatoren anbahnte. 😮
So scheint bei mir der Fundus treffend mit der kroatischen Umschreibung für solche Fälle beschrieben: brazni kofer - was nichts anderes bedeutet, als dass in einem leeren Koffer keine Schätze zu erwarten sind. 🤔😉
Das mit dem Wechselstrom ist ein schönes Bild 😄
Und ja – manchmal merkt man erst durch den Bruch, wofür Schien- und Wadenbein überhaupt da sind. Theorie ist freundlich, Körper ist deutlich.
Dein „brazni kofer“ gefällt mir übrigens: leerer Koffer, keine Schätze.
Aber ich glaube, der Koffer ist nicht leer – er ist nur nicht ordentlich beschriftet 😉
Und beim Strom ist es ähnlich: Er fließt eben nicht nur brav in eine Richtung. Gerade in einer Batterie geht es ja ständig auch „entgegengesetzt“ – Laden, Entladen, Rückfluss, Gegenpol. Vielleicht ist Denken auch so: nicht nur Vorwärtsgang, sondern manchmal bewusstes Zurückfließen, neu sortieren, umpolen.
Am Ende ist das kein leerer Koffer. Eher ein Koffer mit doppeltem Boden. 😉