RE: Der Unterschied: Nicht im Text, sondern im Lesen (3/3)

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Danke dir und ja: "nicht moralisch, sondern epistemisch" trifft den Kern tatsächlich sehr gut. Den Begriff "Glaubensbekenntnis" finde ich interessant, weil er genau den Punkt berührt: Viele Sätze über KI (und auch über uns Menschen) klingen schnell wie Gewissheiten, obwohl es eher um eine Haltung geht, nicht um Beweise. "KI macht Unsichtbares sichtbar" meinte ich deshalb nicht als Wahrheitsbehauptung, sondern als Möglichkeit: Sie legt manchmal Muster offen, die man im eigenen Denken übersieht - nicht weil sie "recht hat", sondern weil sie anders anschließt.

Und zur Ambivalenz: Du musst das nicht auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Genau das ist für mich der Punkt. Wärme und Verbrauch gehören real zusammen, ohne dass sie sich versöhnen müssen. Ich versuche, dieses Gleichzeitige auszuhalten, nicht es zu lösen.

Deine Maschen-Metapher passt übrigens wunderbar. Manchmal entsteht Form nicht durch Vollständigkeit, sondern durch das, was man bewusst offen lässt. 😉



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Wenn ich deine Reaktion verinnerliche, kann ich mich nicht von der Vorstellung lösen, als säßen wir im selben (nicht gleichen) Boot.
Mein Vorschlag: Schnick-Schnack-Schnuck – Wer gibt nun die Schlagzahl vor?
Ich schüttele gerade meine geballte Faust dreimal – und halte dir das Papier entgegen.
Wehe, du schneidest mich jetzt in Stücke … 😉

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Ich sehe dein Papier 😄
Und ich erhöhe nicht die Schlagzahl – ich ändere nur den Takt: Schere.
Nicht gegen dich, sondern gegen die Gewissheit.
Im selben Boot, mit unterschiedlichem Rhythmus.

Gewonnen hat nicht der Wurf, sondern die Deutung.

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Angelehnt an Peter Handke: »Die Angst des Ruderers vor dem Kreisverkehr.« 😀

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