Kräuterkunde: Färberwaid - Isatis tinctoria L.

Systematik

  • Ordnung: Kreuzblütlerartige
  • Familie: Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) (diese Familie hat 330 bis 420 Gattungen und 3.000 bis gut 4.000 Arten)
  • Gattung: Waid (Isatis)
  • Arten: 90

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Volkstümliche Namen

  • Deutscher Indigo
  • Falscher Indigo
  • Färberwaid
  • Pastel
  • Waid

Engl: Glastum, Woad

chinesisch: Wurzel des Färberwaid = Ban Lan Gen /Banlangen

Namensherkunft

Der wissenschaftliche Name Isatis tinctoria weist schon direkt darauf hin, dass die Pflanze vorzugweise als Tinkturen verwendet wird.

Waid wird von "blaue Farbe" abgeleitet und ist sowohl deutsch als auch germanisch. Und der Namensteil "Färber" kommt daher, dass die Pflanze einer der wichtigsten in der Färberindustrie des Mittelalters war.

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Mythologie/Geschichte

Färberwaid als Färbepflanze beherbergt eine lange europäische Geschichte und geht sogar bis in die Antike zurück, man schätzt die Verwendung als Färberpflanze seit 2000 Jahre ein. Die Farbvielfalt des Färberwaids reicht von tiefem Blau und Violett bis hin zu zarten Rosa- und Gelbtönen. Aufbereitetes Waid mit Pottasche gekocht, färbt das Tuch zuerst gelb und an der Luft wird es dann tiefblau. Neben Krapp war Färberwaid die wichtigste Färberpflanze bis in die Neuzeit.
Färberwaid ist wild vorkommend in Mitteleuropa, wobei sie in dieser Region wahrscheinlich bereits seit der Steinzeit etabliert ist.
Alte Griechen, Römer, Gallier und auch Germanen gebrauchten das Waid zum Färben von Stoffen.
Dabei war sie im Mittelalter die bedeutendste Färberpflanze überhaupt und war besonders in der Textilindustrie begehrt. Zu dieser Zeit entdeckte man, dass man aus dem Färberwaid eine großartige blaue Kleiderfarbe gewinnen ließ. Man geht davon aus, dass das Färberwaid in Deutschland seit dem 9. Jhd als Färberpflanze eingesetzt wird.
Aufzeichnungen des Caesars zeigen, dass bereits damalige Völker der Briten und der Kelten das Kraut zur Gewinnung ihrer Kriegsbemalung nutzten.

Im 13. Jhd in Thüringen, bspw. Gotha, Erfurt, Langensalza, Tennstedt und Arnstadt entstanden wichtige Färberzentren für den Waidanbau. Viele Wirtschaftszweige basierten auf dem Anbau und der Verarbeitung der Pflanze, weshalb es einen großen Boom im Markt gab. Doch die Verarbeitung war aufwendig: Blätter ernten, zermahlen, in Wasser vergären, bevor Farbstoff extrahiert werden konnte. Der Gestank, der während der Vergärung entstand, allerdings nötig für die Gewinnung des Farbstoff Indigo war, war fürchterlich. Die aus Thüringen stammte Farbe, hatte seinen eigenen Namen: "Erfurter Blau".
Durch den Waidhandel wurde die Stadt Erfurt so reich, sodass sie mit den vorhandenen Geldmitteln die Universität im Jahr 1392 gründeten. Auch Kleinbauern aus ländlichen Gebiete im Umland haben Waid angebaut. Denn Waid war ein gefragtes Gut und Waidhändler kauften das pflanzliche Rohmaterial den Bauern auf den Märkten der Städte ab und verarbeiteten es weiter zu Farbpulver, welches wiederum von Waidhändler an die Färber weiterverkauft wurde. Die Stadt selbst profitierte von dem ganzem Handel aufgrund der Steuerabgaben. Der "Waldindigo", der in Thüringen produziert wurde, wurde nach Sachsen oder in die Tuchstadt Köln exportiert. Auch hat Thüringen nach Holland und England exportiert, da es durch die Hafenstädte Hamburg, Lübeck und Bremen dorthin gefrachtet wurde.
Vor allem Leinenstoffe wurden mit der Pflanze blau gefärbt. Wolle, Seide und anderen Textilien ebenso. Doch die besten Sorten kamen aus der Provence, dem Languedoc und der Normandie.

Vielen europäischen Anbauregionen brachte die blaue Farbe Wohlstand und Reichtum: Südfrankreich, Elsass, England und Deutschland. Und auch die blaue Farbe selbst bedeutet symbolisch Wohlstand.

Allerdings war der Untergang des europäischen Indigos im Jahre 1602 festgelegt, da die Ostindische Handelsgesellschaft durch die Holländer gegründet wurde. Das bedeutet: Indigo wurde aus Indien von holländischen Seefahrern importiert. Der Handel mit dem Farbstoff war nun viel günstiger, da die asiatische Indigopflanze eine 20-fach höhere Farbausbeute herausbrachte. Um den Einbruch der Wirtschaft entgegenzustehen, wurden Verbote erlassen, welche den Import und die Weiterverarbeitung des indischen Indigo verhindern soll und den einheimischen Waidhandel unterstützen. Einem Färber (aus Nürnberg) wurde sogar mit der Todesstrafe gedroht, wenn er sich nicht an das Verbot hielt. Allerdings hat sich der indische Indigo nach einem langen Konkurrenzkampf wegen seiner höheren Farbstoffgehaltes letzlich durchgesetzt.

Endgültig wurde die Pflanze vom Markt verdrängt, nachdem man im 19. Jahrhundert das synthetische Indigo (Azofarbstoffen) entdeckte.
Heute findet der Färberwaid seine Wiederentdeckung: Die Holzfärbungs-Industrie profitiert von seinen insektiziden Wirkungen. Er stellt heute eine nachhaltige Alternative zu synthetischen Farbstoffen dar, da er umweltfreundlich ist. Auch eignet er sich heute wegen der Umweltfreundlichkeit auch in der Malerei und Textilkunst.

Neben dem Gebrauch als Färberpflanze, war das Kraut auch als Heilpflanze seit mindestens dem Mittelalter in Europa im Gebrauch. Doch längeren Einsatz hat sie in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Dort wird sie seit etwa 3000 Jahren gegen virale Erkältungen, grippale Infekte, Masern und Mumps eingesetzt.
Hildegard von Bingen (1098-1179) kochte Geierfett und Hirschtalk ab, fügte Färberwaid hinzu und stellte eine Salbe her, die gegen Lähmungserscheinungen diente.
Generell wurde er in Europa selten innerlich eingenommen, vorzugsweise wurden Salben aus ihm hergestellt. Er eignet sich zur Behandlung gegen Pilze, Viren und Tumore.

Alle wichtigen Handwerksberufe vom 15. bis 19. Jhd werden in den Hausbüchern der Mendelschen und Landauerschen Zwölfbrüderstiftungen aufgeführt und sogar beschrieben. Mehr als ein Dutzend Darstellungen der Färber und Gerber sind darin anzusehen. Auf den unten dargestellten Bild wird Färber Hans Schramm im Jahr 1689 beim Blaufärben gezeigt. Dabei ist leider nicht klar, ob er mit dem Färberwaid-Indigo oder dem Indischen Indigo färbt. Seine Schürze ist mit Krapp gefärbt. Das originale Bilder ist in der Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg, 2. Mendelschen Hausbuch, Amb. 317b.2°, Folio 187 verso.

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Quelle

Gewinnung des Farbstoffs:

Nach dem traditionellen Verfahren, der Fermentation ohne Wasser, werden die Blätter der einjährigen, noch nicht blühenden Pflanze – sobald sie einen leicht bläulich-schimmernden Rand zeigen – eingesammelt und danach sofort abgewaschen, möglichst schnell getrocknet und in Nassmühlen, den „Waidmühlen“, zu einem Brei zermahlen. Das Produkt wird auf Haufen geschichtet, die etwa einen Meter hoch sind. Dann beginnt es darin zu gären. Nach zwei Wochen werden die Haufen vermischt und zu kleinen, runden Ballen, sogenannten „Waidkugeln“ verarbeitet. Die Waidkugeln wurden früher von den Angestellten der Färber, den Waidknechten, mit Urin angefeuchtet und einer erneuten Gärung ausgesetzt. Nach einer Lagerzeit von etwa zwei Jahren kam der vergärte Waid in die Färbehäuser. Dort wurde er nochmals mit Urin und Pottasche bei 60 °C verrührt. Erst nach drei Tagen entstand eine Brühe, die Küpe, welche zum Färben geeignet war. Die Textilien wurden für eine Stunde in die Küpe getaucht. Beim Herausziehen der gefärbten Stoffe waren diese zunächst gelb eingefärbt. Erst an der Luft entwickelte sich auf den Textilien bei der Küpenfärbung durch eine Oxidation die blaue Farbe.

Fermentation in angesäuertem Wasser

Bei der Fermentation im Wasser wird Indigo in mehr oder weniger reiner Form gewonnen. In einem Laborexperiment kann man das in einem kleinen Ansatz demonstrieren: Ein halber Liter Wasser wird in einem Glas mit wenig Essig angesäuert. Die Blätter der einjährigen Blattrosette werden darin bei Zimmertemperatur eingelegt. Ein Verschluss wird nur lose aufgelegt, so dass Gas entweichen kann.Sobald sich nach maximal 18 Stunden eine grüne Lösung gebildet hat, wird der Gärungsprozess gestoppt. (Ist die Lösung bereits gelb, hat man den Ansatz zu lange gären lassen.) Mit einem Sieb werden die Pflanzenteile herausgenommen. Ein dickes Reagenzglas wird zur Hälfte mit der grünen Lösung gefüllt und mehrfach kräftig bei aufgesetztem Stopfen geschüttelt. Nun gibt man zur grünen Lösung gerade so viel Calciumhydroxid hinzu, bis der Ansatz ins Basische umschlägt. Bei aufgesetztem Stopfen wird kräftig geschüttelt, danach wird der Stopfen wieder entfernt und Luft in das Reagenzglas geblasen. Der Vorgang wird mehrfach wiederholt. Nun lässt man das Reagenzglas ohne Stopfen mehrere Minuten lang in einer Halterung stehen. Dort, wo der Ansatz viel Kontakt mit Luft hat, bildet sich allmählich der blaue Indigo, zum Beispiel im Schaum. Bei der Filtration der Fällung durch ein Filterpapier bleibt darin ein blauer Rückstand zurück.

Inhaltsstoffe

  • Arginin
  • Alkaloide
  • Allantoin
  • Anthocyanidine
  • Beta-Sitosterol
  • Chlorogensäure
  • Flavonoide
  • Farbstoffe
  • Fettsäuren (Linolsäure, Linolensäure)
  • Gerbstoffe
  • Glucosinolate (krebsvorbeugend) (wurde zuerst in Brokkoli entdeckt, ist aber in Färberwaid 20x höhere Menge verfügbar)
  • Glucobrassicin (vorbeugend gegen Brustkrebs) (produziert Pflanze selbst zum Schutz vor Insektenfraß) (Im menschlichen Körper eliminiert es Derivate des Hormons Östrogen.)
  • Isatan B als Indigo-Vorstufe (in den jungen Blättern der Blattrosette; diese Blätter sind zum Färben nicht geeignet)
  • Indican (kommt in Blättern vor; nach der Ernte erfolgt die Spaltung dieses Inhaltsstoffes mithilfe von Enzymen in Zucker und Indoxyl -> nach einigen Stunden ist die Umwandlung des Farbstoffes Indigo erfolgt)
  • Isatidin (antibakteriell)
  • Indirubin
  • Isorhamnetin
  • Kaempferol
  • Polysaccharide
  • Phenylacetonitril
  • Proteine
  • Quercetin
  • Rutin
  • Sinigrin (antibakteriell)
  • Senfölglycoside (entzündungshemmend, antibakteriell und virustötend)
  • Tryptanthrin
  • Tannine

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Wirkungen

  • adstringierend
  • antibakteriell
  • antibiotisch
  • antikarzinogen
  • antiviral (Hauptanwendung in TCM)
  • antioxidativ
  • antibakteriell
  • blutreinigend
  • blutstillend
  • entzündungshemmend
  • entgiftend
  • fiebersenkend
  • hautpflegend, hautberuhigend
  • immunstärkend
  • krebsvorbeugend, v.a. bei Brustkrebs
  • schmerzstillend
  • schleimlösend
  • wundheilungsfördernd

In China wurde das Färberwaid bereits 2003 gegen Infektionskrankheiten, wie dem ersten Coronavirus SARS eingesetzt.

Anwendungsgebiete

  • Antibiotikum
  • Abszesse
  • Abbau und Entsorgung schädlicher körpereigener Abfallstoffe
  • Atemwegserkrankungen (Traditionelle Volksmedizin)
  • Bronchitis (Traditionelle Volksmedizin)
  • Blutstillung (äußerlich, Aufguss)
  • Blutreinigung
  • Brustkrebs (vorbeugend)
  • Detox-Kuren
  • Erkältungen (Tee aus getrockneten Blättern)
  • Entzündungen
  • Entgiftung
  • Ekzeme (Traditionelle Volksmedizin)
  • Fieber (Ban Lan Gen TCM)
  • Geschwüre
  • Grippe
  • Husten (Tee aus Blättern oder Wurzeln zum Gurgeln)
  • Halsschmerzen
  • Hautentzündungen (äußerlich, Aufguss oder gepressetes Samen-Öl oder Umschläge mit aufgebrühten Blättern) (Traditionelle Volksmedizin)
  • Hepatitis
  • Hirnhautentzündung (Meningitis)
  • Immunsystemstärkung
  • Infektionskrankheiten (TCM) (Blätter, Wurzel)
  • Krämpfe
  • Masern
  • Mumps
  • Magenschleimhautreizungen
  • Neurodermitis (seit 1990 werden Färberwaidextrakte mit Erfolg dafür verwendet)
  • Pilze auf menschlicher Haut und den Schleimhäuten von Mund, Rachen, Lunge, Speiseröhre und Magen-Darm-Trakt
  • Pilzinfektionen im Mund-Rachen-Raum (Tee aus Blättern oder Wurzeln zum Gurgeln)
  • Rachenentzündung (Tee aus Blättern oder Wurzeln zum Gurgeln)
  • Schuppenflechte (mit Extrakt aus den Blättern drauf)
  • Schwellungen (äußerlich, Aufguss)
  • Syphilis
  • Tumore
  • Unterstützung der Leber
  • Verdauung
  • Viruserkrankungen (Homoöpathie)

Radix isatidis ist altes traditionelles chinesisches Heilmittel (wird aus Färberwaid und anderen Pflanzen hergestellt und ist nicht ganz bedenkenlos, es kann Nebenwirkungen an der Niere entstehen)

In der TCM ist es den Meridianen bezogen:

  • Herzmeridian
  • Magenmeridian

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Anwendungsbeispiele

  • Aufguss
  • Dekoration auf Gerichten
  • Extrakt als Tropfen einnehmen
  • Färberpflanze für Stoffe und Tücher
  • Holzschutzfarbe (gegen Kellerschwamm und Hausbockkäfer)
  • Körperpflege
  • Kosmetika
  • Müslibeigabe
  • Naturkosmetik
  • Rohkost
  • Saucen
  • Salbe
  • Salatbeigabe
  • Suppenbeigabe
  • Tee
  • Umschlag
  • Waidbitterlikör (TCM) (gegen Erkältungskrankheiten)

"Isatis dental" ist ein Fertigpräparat für verschiedene Mundpflegeprodukte, die Färberwaids Inhaltsstoffe inne haben.

Isatis Tinctoria Öl wird in Russland als Wachstumsserum für Augenbrauen genutzt, in denen Vitamin E mit kombiniert wurde. Desweiteren werden anti-irritative Reinigungsschaume mit Färberwaidextrakt angeboten um das Gesicht und den Körper zu reinigen, bei empfindlicher und gereizter Haut. Auch Rasierschaum wird daraus wird für empfindliche Haut angewendet.

verwendete Pflanzenteile

  • Blätter (TCM)
  • Wurzel (TCM)
  • Samen

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Merkmale

  • Wuchseigenschaften: im 1. Jahr des Wachstums bildet es eine Blattrosette, im 2. Jahr wächst aus der Blattrosette ein Stängel, sollte nicht immer am selben Standort kultiviert werden; bedingt winterhart bis -17 Grad, benötigt hohe Stickstoffdüngung; Kalkkeimer
  • Wuchshöhe: 0,5 m - 1,5 m
  • Breite: 0,3 m - 0,5 m
  • Wuchs: krautig, aufrecht
  • Boden: viel Sonne, trocken, warm, kalkreich, stickstoffreich - stickstoffarm, locker, sandig bis lehmig, nährstoffreich, basenreich
  • Zeiger für: Trockenzeiger, Lichtzeiger, Wärmezeiger
  • Wurzel: Pfahlwurzel
  • Stängel: unten weich behaart, sich weiter oben verzweigt, Stängel zeigen bei älterer Pflanze rotviolette Verfärbung auf, ansonsten eher blaugrün, innen hohl
  • Blätter: 20 - 30 cm lang, verkehrt-eilanzettlich, helle Mittelader, bei älterer Pflanze rotviolette Verfärbung der Ränder der Blätter, länglichen Stängelblätter im oberen Bereich sind am Grund herzförmig oder pfeilartig, sie umfassen mit ihren Zipfeln den Stängel. blaugrün, schwach gezähnt; während der Blütezeit sind die unteren Blätter schon verwelkt
  • Blüte: verzweigte Rispe als Blütenstand, vier kürzere, gelbe Kelchblätter, vier gelbe Kronblätter und sechs nach außen gebogenen Staubblätter, bei denen zwei kürzer sind, Durchmesser von 3-6 mm, zungenförmig, an der Spitze abgerundet
  • Früchte: Fruchtknoten oberständig, Griffel mit kugeliger Narbe ist gelb; hängende Schließfrüchte mit einem Samen; spatelartig-gebogene und abgeflachte Form, gedrehte Flügelrand ermöglichen Flugausbreitung; grüne Frucht färbt sich bei der Reife rötlich-violett, später braun bis schwarz; Die herabhängenden flachen Schötchen haben einen Durchmesser von etwa 10-25 mm; Schließfrüchte öffnen sich nicht mal bei der Samenreife
  • Samen: je Frucht nur 1-2 Samen, der gelblich bis braun und länglich ist, ölreich
  • Vermehrung: Samen, Selbstaussaat, Wind
  • Geschmack: Blätter bitter

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Vorkommen

Ursprüngliche Heimat: Kaukasus

  • Mittelmeerbereich
  • Mitteleuropa
  • Naher Osten
  • Indien
  • Nordafrika
  • Südosteuropa
  • Westasien

Fundorte

  • Brachland
  • Bahngelände
  • Dämme
  • Magerwiesen
  • Ruderalflächen
  • Schuttplätze
  • Steinbrüche
  • Unkrautfluren
  • Weinbergen
  • Wegränder
  • Wege

Um Verunreinigungen von Glyphosat und anderen Spritzmitteln zu vermeiden, sollte fernab von Straßen und Industriegebieten gesammelt werden.

Sammelhinweise

  • Aussaatzeit: Spätsommer/Herbstanfang oder im zeitigen Frühling

  • Blütezeit: Juli- August im zweiten Jahr

  • Sammelzeit: Blätter im Frühjahr, Frühsommer bevor Pflanze zu blühen beginnt während Indican Gehalt am höchsten zu dieser Zeit ist; Blatternte für Farbzwecke beginnt, wenn untersten Blätter des Färberwaids vergilben; Herbst Wurzel

  • Insekten: Bienenweide, Blätter Raupenfutter für Kohlweißlinge (Pieris rapae) als Eiablage, 18 Wildbienen sammeln Pollen, v.a. Sandbienen (Andrena spec.), Schmalbienen (Lasioglossum spec.) und Furchenbienen (Halictus spec.).

  • Schädlinge: Blattläuse über junge Blätter und Triebe

  • Gefährdet: mäßg häufig, ungefährdet

  • Nebenwirkungen: Gilt als leicht giftig bzw schwer verdaulich. Da die Dosierung schwierig ist, wird von einigen die innerliche Einnahme abgeraten und nur empfohlen Fertigpräparate zu nutzen.
    Es kommen kaum allergische Reaktionen bei der Einnahme der Pflanze vor, weshalb verschiedene Naturheilkundige vermuten, dass die Pflanze ein effektives Naturheilmittel gegen Allergien sein könnte.

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Verwechslungsgefahr!

  • nur bei Zuchtformen der selben Gattung
  • Färberdistel (Carthamus tinctorius)
  • Wilden Rauke (Diplotaxis tenuifolia)
  • Raps (Blüten und Kraut sind dem ähnlich)

Quellen:
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Hinweis!

Bei Verbesserungsvorschlägen, Fehlern und Inspirationen bitte ich um Korrektur. Der Beitrag ist nicht vollständig und es ist noch lange nicht alles über diese Pflanze gesagt.
Dieser Beitrag dient nicht als Heilversprechen, sondern als Zusammenstellung, was ich über die Pflanze im Internet finden konnte. Wenn du die Pflanze einnimmst, bedeutet es nicht, dass du automatisch von all deinen Krankheiten befreit bist, doch du kannst sie als Begleitmittel nutzen und um dich wieder mit der Natur zu verbinden.

Da ich für Eigenverantwortung bin, wünsche ich mir, dass ihr euch selbst informiert, wenn ihr eine Pflanze einnehmen wollt, und nicht nur auf diesen Beitrag vertraut, sondern euren eigenen Weg findet mit der Natur zusammenzuarbeiten.

Dann wünsch ich euch viel Spaß bei eurer Reise mit der Natur :)

~charlissy



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